Mitnahme von Methylphenidat auf Reisen

ADHS
Methylphenidat unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Deshalb sollten Patienten, denen Methylphenidat verschrieben wurde und die dieses Medikament auf Auslandsreisen mitnehmen, die folgenden Regelungen beachten.
Grundsätzlich darf ein Patient Methylphenidat in der für die Dauer der Reise angemessenen Menge als Reisebedarf aus- und einführen. Jedoch gibt es je nach Reiseziel unterschiedliche Regelungen für die Mitnahme von Betäubungsmitteln.

Reisen in Mitgliedsstaaten des Schengener Abkommens

Zu den Staaten des Schengener Abkommens zählen derzeit:
Deutschland, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden und Spanien.
Bei Reisen bis zu 30 Tagen kann die Mitnahme mit einer vom Arzt ausgefüllten Bescheinigung erfolgen. Das Formular ist bei der Bundesopiumstelle erhältlich.
Die Bescheinigung muss durch das zuständige Gesundheitsamt beglaubigt werden; maßgebend ist der Ort der Praxis des verschreibenden Arztes.
Folgende zentrale Stelle ist in Deutschland zur Klärung auftretender Fragen zuständig:
Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen
Fürstenwall 25
40190 Düsseldorf
Tel.: 0211 / 855 – 3591*
Fax: 0221 / 855 – 3662*

Reisen in andere Länder

Bei Reisen in andere Länder muss die Rechtslage in dem jeweiligen Land vor Reiseantritt individuell geklärt werden. Sind Genehmigungen für das Mitführen von Betäubungsmitteln erforderlich, können diese von den entsprechenden Überwachungsbehörden erhalten werden. In Deutschland erteilt die Botschaft des Reiselandes dazu nähere Auskünfte.