Wie äußert sich ADHS im Alltag?

ADHS
Patienten mit ADHS können die Informationen aus und in ihrem Umfeld nicht angemessen „filtern“. Durch ständig neue Reize sind Konzentration und Daueraufmerksamkeit gestört. Auch strukturierte Handlungen und geordnete Tagesabläufe sind beeinträchtigt. Die mangelnde Selbststeuerung  kann zusätzlich zur Ablehnung durch die Umwelt und damit zu Störungen des Sozialverhaltens führen. Es besteht die Gefahr einer Spirale, die bei den Betroffenen zu schweren Verhaltens- und Persönlichkeitsstörungen bis hin zu sozialer Isolation führen.
Drei Kernsymptome sind für ADHS bezeichnend: Aufmerksamkeitsstörungen, Impulsivität und eine Aktivitätsstörung, die nicht dem Alters- und Entwicklungsstand entspricht. Beim unaufmerksamen Typ, dem sogenannten „Träumertyp“, fehlt die Hyperaktivität. Dieses Symptombild tritt häufig bei betroffenen Mädchen auf.
Bei hyperaktiven Jungen verliert sich das Symptom der Hyperaktivität oft nach der der Pubertät, was früher zu der Annahmen führte, es handele sich um eine reine Erkrankung des Kindes- und Jugendalters.
Die Diagnose ´ADHS´ wird gestellt, wenn die Auffälligkeiten vor dem zwölften Lebensjahr beginnen, länger als sechs Monate andauern und in mehr als einem Bezugssystem (Familie, Schule, etc.) auftreten.