
Die Behandlung erfolgt innerhalb eines multimodalen Therapiekonzeptes: Patienten werden selten ausschließlich jeweils medikamentös oder psychotherapeutisch behandelt. Unterschiedliche Therapieoptionen sollten immer in Kombination erfolgen. Kinderärzte, Psychologen und andere Therapeuten (Ergotherapeuten, Logopäden, Heilpädagogen) sowie soziale Betreuer sollten zusammenarbeiten und sich miteinander abstimmen. Häufig übernimmt der Kinderarzt die Rolle des Koordinators. Organisierte, regionale Netze fördern dabei die Therapiequalität.
Sehr hilfreich bei der Diagnose von ADHS sind spezielle Fragebögen, mit denen wichtige Angaben zur Person und den Verhaltensweisen erfasst werden. So erhält auch der Arzt kompakt eine Vielzahl an wichtigen Informationen, die für die Diagnose bedeutsam sind.
Es hat sich herausgestellt, dass eine Kombination aus Verhaltenstherapie und medikamentöser Therapie mit begleitenden Gesprächen zwischen Arzt und Patienten bzw. Eltern in einem so genannten multimodalen Therapiekonzept die größten Erfolge erzielt und sich daher am besten zur Behandlung von ADHS eignet.
Als Medikamente werden so genannte Stimulanzien erfolgreich seit über 50 Jahren zur Behandlung von ADHS eingesetzt. Die medikamentöse Therapie wird immer mit enger Unterstützung und in ständiger Begleitung des betreuenden Arztes individuell auf den einzelnen Patienten eingestellt.
Umfangreiche Studien belegen die Wirksamkeit und gute Verträglichkeit bei korrekter Anwendung einer solchen Behandlung.
Durch eine derartige Therapie kann der Patient sich selbst besser steuern und auch seine Stärken wieder bewusst nutzen.
Eine erfolgreiche Therapie hat eine Verbesserung der schulischen Leistungen, der sozialen Kompetenzen sowie des Selbstwertgefühls zum Ziel.
