
Auch bei Schulkindern stehen am Anfang zunächst Aufklärung, Beratung und ´Coaching´. Dabei ist es wichtig, die Lehrer mit einzubeziehen. Im Schulalter steigt der Stellenwert der Verhaltenstherapie. Oft zeigen sich auch erst in diesem Alter Teilleistungsschwächen, die in der Lerntherapie behandelt werden.
Bei der medikamentösen Behandlung haben sich Psychostimulanzien seit Jahrzehnten etabliert. Methylphenidat (MPH) gilt dabei durch die Leitlinien zur Behandlung der ADHS als Mittel der ersten Wahl bei Kindern ab sechs Jahren. Die Substanz gibt es in unterschiedlichen Formulierungen: unretardiert mit schneller, aber kurzer Wirkung und zwei- bis dreimaliger täglicher Gabe und als mittellang (8 h) oder lang wirkende (12 h) retardierte Formulierung, die nur einmal täglich eingenommen werden muss. Bevor die Pharmakotherapie beginnt, müssen bestimmte Voraussetzungen wie eine exakte Diagnostik und Differentialdiagnostik inklusive neurologischer und psychiatrischer Untersuchung erfüllt sein.
