Elternfragebogen zu Problemsituationen in der Familie (EF-PF)

Zielsetzung:
In diesem Fragebogen schätzen Eltern ein, wie problematisch sie das Verhalten ihres Kindes in alltäglichen familiären Situationen erleben.
Im Gegensatz zu anderen Fragebögen liegt hier der Fokus auf der Situation und nicht auf dem Verhalten. Damit lässt sich ein Überblick über kritische familiäre Situationen gewinnen.
 
Aufbau:
Für 16 verschiedene familiäre Situationen geben die Eltern zunächst an, ob es in diesen Situationen Probleme gibt, wenn das Kind Aufforderungen, Anweisungen oder Regeln befolgen soll (Antwort: ja/nein). Falls die Situation als problematisch eingestuft wird, beurteilen die Eltern anhand einer neunstufigen Skala (von 1=schwach bis 9=sehr stark) wie stark die Problematik ausgeprägt ist.
 
Auswertung:
Es werden zwei Werte ermittelt:
  • Anzahl der Probleme: Anzahl der problematischen Situationen, d.h. die Anzahl der Situationen, die mit „Ja“ beantwortet wurden. Der Wert variiert von 0 bis 16.
  • Problemintensität: Summe der Problemstärkebeurteilungen (von 1 bis 9) aller Situationen. Wenn die Situation als unproblematisch beurteilt wird (= Antwort „nein“ auf die Frage: „problematisch?“), dann wird die Problemintensität auf diese Situation als 0 gesetzt. Die Spannweite dieses Wertes Problemintensität beträgt damit 0 bis 144.
 
Normen und Grenzwerte:
Grenzwerte für Anzahl der Probleme und Problemintensität für Jungen und Mädchen 6-10 Jahre:
Auffällig:         Anzahl der Probleme > 11, Problemintensität > 46
Grenzbereich: Anzahl der Probleme > 9,   Problemintensität > 36
Erhöht:            Anzahl der Probleme > 7,   Problemintensität > 25